| Ach du dicke Backe |
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| Geschrieben von Torsten | ||||||||
| Samstag, 16 September 2006 | ||||||||
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Am Mittwoch war es soweit. Der Gang zum Kieferchirurgen. Wie viele andere auch, trat ich den Weg dorthin wegen meiner Weisheitszähnen an. Es waren dort zwei Damen, die sich laut darüber ausgetauscht hatten, was sie für Probleme nach dem Zähneziehen bekommen hatten. Die eine hatte unter Vollnarkose gleich 4 der Übeltäter entfernt bekommen und sah auch wirklich dementsprechend danach aus. Die sprichwörtlichen Hamsterbacken waren unverkennbar. Bei ihr hatte sich was entzündet. Die andere hatte nur einen Zahn dort gelassen. Bei ihr musste es genäht werden und von den 4 Fäden hatten sich 3 verabschiedet. "Toll!" denkt man sich da als eigentlich ruhiger Mensch. Aber egal, ich dachte nur daran wie gut alles bei meiner Freundin einige Wochen zuvor verlaufen war. Ich habe ca. 1 Stunde gewartet und dann kam diese unverschämt strahlende Helferin herein und meinte "Herr Schmidt, Sie sind dran!" Die Ärztin hat eine positive und lockere Art, was der leichten Aufregung doch gut entgegen wirkt. Ich hatte von Anfang an eigentlich keine Angst vor dem Ziehen, sonder eher vor eventuell später auftretende Komplikationen und den damit einhergehenden Schmerzen. Naja, weiter im Programm. Die Ärztin fragte mich "Und wie vertragen Sie Betäubungsspritzen?!" ... ich sagte der Wahrheit entsprechend "Ich hatte noch nie eine!". Sie schaute mich verdutzt an und meinte nur "Aber Sie haben doch auch Füllungen! Alles ohne Spritze?!". Ich nickte nur und sie grinste. Nach dem Motto "Ein Indianer kennt keinen Schmerz!" legte ich mich auf den so beliebten Zahnarztstuhl. Eine Schwester hielt mir den Mund auf und meine Hände krallten sich vorsichtshalber in die Armlehnen. Zu meiner Überraschung tat das Betäuben kaum weh. Ausser einem leichten Piecken spürte ich wenig. Dann kam ein Ruckeln am ersten Zahn. Es knirschte unangenehm, war aber nicht spürbar. Dann hört ich es PLONG machen und der erste Zahn fiel schon in die Schale. Ich hatte es direkt überhaupt nicht mitbekommen. So verlief es auch beim Zweiten. Sie stopfte mir nur noch eine sich selbst auflösende Füllung in die Löcher und das war es schon. Die Füllung ist antibakteriell und fördert die Wundheilung. Sie wird vom Körper einfach abgebaut. Die Ärztin lächelte zufrieden und meinte, dass es vorbildlich verlaufen sei und aus dem Grunde auch nicht genäht werden musste. Ich war für ihre Erfahrung sehr fit nach dem Eingriff und wartete nur noch kurz auf meine Zähne. Die wollte ich als Erinnerung mitnehmen. Als ich diese in den Händen hielt, bekam ich anschließend ein Rezept für eine Packung Schmerzmittel und Tips für die folgenden Tage:
Als ich fertig war stand mein Vater pünktlich in der Tür und brachte mich nach hause. Die Betäubung wirkte noch und ich war ohne Schmerzen, jedoch sehr müde. So befolgte ich den Rat und legte mich sofort auf die Couch. Am Freitag war ich zur Nachuntersuchung. Die Ärztin ist zufrieden und ich bin es auch. Es ist gut verheil, jedoch sind die Schmerzen noch nicht ganz weg. Aber mit den Tabletten geht es. Ich denke am Anfang der kommenden Woche wird das auch kein Thema sein. Nur mit dem Essen werde ich noch vorsichtig sein und über das Wochenden brav meine Tee trinken und meine Suppen essen. Wenn ich dann wieder richtig beißen kann...aber hallo... dann kommt mir ne saftige Pizza auf den Tisch. Alles in allem zwar keine angenehme Sache, aber wenn man sich an die Tips der Ärzte hält dann hat man auch keine Probleme, immerhin habe ich bis jetzt auch tapfer auf meinen Kaffee verzichten können. Artikel zitieren
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