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Auf in den Harz PDF Drucken
Geschrieben von Torsten   
Samstag, 05 August 2006
Ein ganzer Tag im Harz rings um den Hexentanzplatz, so war er...

6:45 Uhr der Wecker hat noch nicht geklingelt, aber man möchte ja genug Zeit haben. Als erstes wird noch mit kaum geöffneten Augen der intuitive Weg zur Kaffeetasse angetreten. Eine am Abend zurvor vorbereitete Kaffeemaschine mit Zeitschaltuhr ist doch schon was Feines. Nachdem die erste Kanne geleert war, wurde gleich eine zweite gekocht. Das War natürlich die Ration für die Thermoflasche.

Nachdem wir den Hund meiner Freundin in die Obhut meiner Eltern übergeben hatten, machten wir uns direkt mit meinen zukünftigen Schwiegereltern auf den Weg. Mit vielen Diskussionen über diese oder jene Richtung, hatten wir uns aber trotzdem nicht verfahren und fanden auch nach den 70 KM unser Ziel. Bevor wir einen richtigen Parplatz gesucht hatten, war die Plünderung des Prospektregals in der Touristeninformation natürlich Pflicht. Von dort ging es dann zu einem der Parkplätze. Dort sah man schon die Kabinen der Seilbahn. Da wir ja zum Hexentanzplatz wollten, kam nur die Seilbahn in Betracht. Irgendwie fand das meine Freundin nicht witzig. Sie hat mir beim losfahren der Gondel fast die Hand gebrochen, weil sie sich krampfhaft an mir festhielt und Angst hatte. Als sie jedoch mitbekommen hatte, dass die Seilbahn sehr ruhig vor sich hingleitet, da war auch sie wieder entspannter und lies wieder Blut durch meine Hand fließen. Wie sollte es auch anders sein, die Digitalkamera war sofort betriebsbereit, um Schnappschüsse aus der Gondel heraus zu machen.

Sicht aus Seilbahngondel

Nach einem kleinen Fußmarsch kamen wir an der ersten Hütte mit Souveniers an. Meine Freudnin demonstrierte nur ihrern Eltern das Blinken und Lachen einer Stoffhexe. Als die Frage der Verkäuferin in einem ganz gewissen Ton kam "Wollen Sie die jetzt kaufen?!", dachte ich mir "Oh oh, da hat aber eine verdammt schlechte Laune!". Dann folge der Spruch, wenn Sie die nicht kaufen wollen, brauchen Sie die auch nicht anstellen! Andere die das kaufen wollen, möchten gerne volle Batterien." Naja, man sollte die Batterien herausnehmen wenn es
einen stört das neugierige Kunden einen Puppe auch testen wollen und wenn ich bedenke das die Puppe meiner Freundin nach Jahren immer noch mit den ersten Batterien funktioniert, dann weis ich auch nicht mehr. Meine Freundin konnte sich den Spruch nicht verkneifen "Sie sind unfreundlich.". Mit dem anschließenden unangebrachten Kommentar "Sie haben mich nocht nicht wirklich unfreundlich erlebt!", hatte sich die Dame in Sachen vernünftiger Kommunikation disqualifiziert.

Mit einem Kopfschütteln aber auch mit einem Grinsen, ging es erst einmal Richtung Essen und Kaffee. Es wurde die "Hexenpfanne" probiert, die es in sich hatte. Wer es probieren möchte, es ist schön scharf. Wir gingen von dort aus ein wenig spazieren und genossen die schöne Aussicht.
Ich auf der RodelbahnUnser nächstes Ziel war die Rodelbahn. Im Freien konnte man sich auf einen Schlitten setzen und über die Schienen fliegen. Ich musste mit dem Vater meiner Freundin als erstes hinein. Hat wirklich Spaß gemacht! Es können auch 2 Personen auf einem Schlitten fahren, aber wir sind alle einzeln gefahren. Dann kamen meine Freundin und ihre Mutter an die Reihe. Also im Schumistyle sind sie nicht gefahren, eher so im Kaffeedampfertempo. Irgendwie wurden die Schilder mit den Hinweisen zum langsameren fahren wohl zu ernst genommen. Oben kamen die Leute wieder an: 1,2,3 einer stieg aus, 1,2,3 der Nächste stieg aus.....2 Minuten Pause...meine Freundin und Ihre Mutter kamen auch wieder an.

 

 

Was kommt als nächstes dran? Der Tierpark. Noch eine Tasse Kaffe zur Stärkung und schon ging es in den Tierpark. Eingebettet in einen Wald war es eine schöne Umgebung, obwohl man den Eindruck hatte, das an einigen Stellen schon länger nichts mehr gemacht hatte. Nach sehr langer Zeit und schon mit dampfenden Füßen kamen wir wieder raus, aber mit vielen neuen Tierfotos.

BraunbärActive Image

Aber keine Gnade von Seiten der Damen. "Wir müssen noch Souveniers kaufen!" Ja, eine Stunde Später hatte meine Freundin eine kleine Hexe als Kühlschrankmagnet gekauft und ein Stofftier aus ICE AGE. Super dachte ich mir, wir fahren in den Harz, damit ein pelziger neuer Staubfänger aus nem Animationsfilm gekauft wird, jawohl! Natürlich durften die Fotos vor und neben den Figuren des Hexentanzplatzes nicht fehlen.

Kuscheltier aus ICEAGE

So ging es wieder Richtung Seilbahn und zurück zum Auto. Von Thale aus hatten wir uns auf den Weg nach Schierke gemacht. Von dort aus fährt die Brockenbahn. Wie der Name schon sagt, bringt sie einen in 30 Minuten hinauf zum Brocken, dem Höchsten Berg des Harz. Unser Problem war nur, das der Bahnhof nur über einen Wanderweg zu erreichen war. Die Bahn fuhr in 10 Minuten und wir hatten 1 Km Fußmarsch bis dahin. Ich bin zwar vorweg geflitzt, aber um es abzukürzen, wir haben den Zug um 3 Minuten verpasst. Verschwitzt und im Nieselregen stehend, entschlossen wir uns nicht auf die letzte Bahn zu warten. Wir hätten oben nur ca 18 Minuten gehabt und hätten dann wieder zur Bahn hasten müssen oder wir wären die 8 Km zu Fuß wieder zurück gelaufen. Dazu hatten wir nach dem anstrengenden Tag aber irgendwie keine Lust mehr, und beschlossen dies in einem späteren Ausflug mit einer extra dafür eingeplanten Wanderung nachzuholen.Wir setzten uns in Ruhe auf die Bank und leerten die Thermoflasche, die ich schon den ganzen Tag mit mir herumgescheppt hatte. Ab durch den Wald ging es also langsam wieder Richtung Parkplatz. 

 

Wald bei Schierke Wir hatten alle wieder Hunger, da das Essen schon eine Weile zurück lag. Zu unserem Pech machten die meisten Geschäfte um 18.00 Uhr zu. Deshalb entschlossen wir uns, eine Gaststätte auf dem Rückweg aufzusuchen. In einem kleinen Örtchen taten wir dies auch. Die
Gaststätte machte von aussen nicht gerade den besten Eindruck, aber als wir drin waren, präsentierte sich eine kleine, gepflegte Lokalität. Satt und zufrieden nach dem leckeren Essen ging es endlich richtung Heimat.

Zu hause angekommen bin ich nur noch unter die Dusche gesprungen und war relativ schnell dem Ruf meines Bettes gefolgt. Geschafft aber zufrieden, konnte ich auf einen anstrengenden aber schönen Tag zurückblicken.

 


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