| Tagesfahrt nach Hamburg |
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| Geschrieben von Torsten | ||||||||
| Samstag, 26 Mai 2007 | ||||||||
Irgendwie hatten wir uns das ganz anders vorgestellt, als es letzten Endes kam. Aber beginnen wir von vorn.
Meine Freundin und ihre Eltern wollten mit mir zusammen nach Hamburg fahren. Also klingelte bereits um 5.00 Uhr in der Früh der Wecker. Ich setzte den ersten Kaffee auf und begann die Brötchen zu schmieren. Was ist schon eine Autobahnfahrt ohne gemütliche Kaffeepause. Für jeden 2 Stück, das musste reichen. Das wichtigste Utensil war aber unser Kaffeekorb. Tassen, Löffel, Zucker, Süßstoff, Milch, Servietten... an alles wurde gedacht. Um 7.00 Uhr standen wir alle zusammen vor dem Haus meiner Eltern und überließen ihnen den Hund. CD einlegen alle anschnallen und los gehts. Zuerst ging es kurz auf die A14 und von dort aus wechselten wir auf die A2 Richtung Hannover. Abgesehen von ein paar Tempolimits und etwas dichteren Verkehr, kamen wir hier gut durch. Bei Hannover Ost ging es dann auf der A7 entgültig Richtung Norden. Je weiter wir fuhren, desto Weniger Wolken sah man am Himmel.Wir hatten uns gedacht, dass wir spätestens um 10.00 Uhr in Hamburg sind und dann um 12.00 Uhr Mittag essen. So kam es aber nicht. Langsam wurde es Zeit für eine Pause. Wir leerten unsere Kanne Kaffee, verzehrten unsere Brötchen und statteten dem WC noch einen Besuch ab. Ich erklärte mich bereit, den letzten Teil inklusive Stadtfahrt zu übernehmen. Anfangs konnte ich mit 160 geschmeidig über die A7 schweben. Mittlerweile wurde jedoch aus dem angenehmen freudlichen Wetter des Vormittages, eine spürbare Hitze. Da passierte es, Stau #1. Maximal im Schrittempo ging es voran. Die Temperaturen stiegen und unsere Laune sank. Einsatz für die Klimaanlage. Es war wirklichgemein, wir sahen Hamburg schon in der Ferne vor uns liegen und krochen aber Millimeter für Millimeter über die Autobahn. Drei Spuren und alles dicht. Nach einer sehr langen Zeit, ich schätze so nach ca. 45 Minuten entschlossen wir uns eine greifbare Abfahrt zu nehmen. Es würde zwar von unserer geplanten Route abweichen und uns als Ortsunkundige etwas mehr Aufmerksamkeit abverlangen, aber der Versuch war es uns wert. Aus dem Stau, in die freie Fahrt. So dachten wir uns das einige Kilometer und freuten uns schon. Bis es auf der scheinbar völlig leeren und dreispurigen Autobahn begann: 120, 100, 80, 60! Wir fragten uns was das soll, es war doch weit und breit nichts zu sehen. Plötzlich wie aus dem Nichts standen wir dann auch schon in Stau #2. Er hatte sich direkt vor den Elbtunneln gebildet und wahr ebenfalls mehrere Kilometer lang. Das Auto kam zwar öfters zum fahren, aber sehr viel schneller kamen wir deshalb auch nicht vorwärts. Irgendwann war es dann geschafft. Wir waren aus den Tunnel heraus und kämpften uns durch die Stadt. Wir alle hatten nur das Bedürfnis einen Parkplatz zu finden und wieder aus dem Auto zu steigen. Wir hatten recht gut die gewünschte Richtung gewählt und landeten zuerst beim Fischereihafen. Das war zwar schön, aber leider nich nicht unser Ziel. Wir drehten um und nach einer weiteren kleinen Runde, fanden wir überglücklich einen Parkplatz direkt vor den Landungbrücken. Es war dann doch schon um 12.00 Uhr. Für den Parkschein (4 Euro => 2 Stunden) kratzten wir unser letztes Hardgeld zusammen. Irgendwie hatte wir alle 4 nur Geldscheine in der Tasche. Es ging nur nahe gelegenen Information. Vorsorglich kauften wir einen Stadtplan von Hamburg und erkundigten uns über die Hafenrundfahrten mit einer Barkasse. An der Brücke 4 schwatzte uns ein "Hamburger Original" eine Fahrt mit ihrem Schiff, der "Anita" wir er mehrmals stolz erwähnte, für 10 Euro pro Person auf. Da wir an unseren Parkschein dachten, atmeten wir auf als er uns mitteilte, dass es eine Stunde dauert, inklusive Fahrt durch die alte Speicherstadt. Wir warfen einen ersten Blick in Ruhe über den Hafen. Dann ging es endlich los. Das kleine Schiff war nur zur Hälfte besetzt, was uns aber bei der prallen Sonne nicht weiter störte. Man hatte Platz um auch einmal die Position zu wechseln. Wir entfernten uns schon einige Meter, als noch eine handvoll Nachzügler zu uns schaute. Der Kapitän sprach durch sein Mikrofon "Wartet, euch nehmen wir noch mit. Es dauerte einige Minuten, bis er das Schiff wieder zurücksetzte und mit dem Hinteren Teil den Letzten einen Einstiegsmöglichkeit bot. Ein Schiff ist nunmal kein Auto, das hatte ich auch begriffen. Die neuen Passagiere beeilten sich einzusteigen, da das Boot nicht festgemacht wurde und irgendwann wieder abgetrieben wäre. Endlich ging es los. Das Verdeck war geöffnet, die Sonne brannte und wir freuten uns über jede kleine Briese. Da begann der Kapitän mit seinen Erläuterungen. Es waren 50% interessante Informationen und 50% lang und immer wieder für die Touristen heruntergeleierte witzige Sprüche. Sicher jede Gruppe würde das zu hören bekommen, aber das war egal... er war gut! Die Ansicht der alten Speicherstadt, ein Parkmanöver unter einem riesigen Frachter und eine Runde durch die neu entstehende Hafencity waren für uns Landratten wirklich sehenswert. Als die Runde zu ende war, gaben wir wie die meisten aus etwas Trinkgeld. Da plagte uns langsam ein leichtes Hungergefühl. Wir schlenderten also enlang der Landungsbrücken. Restaurant an Restaurant reihte sich nebeneinander. Irgendwann hatten wir uns auch für eins entschieden. Wir bestellten uns Salate, Fisch und für mich gab es Putensteak, Knoblauchbrot mit Kräuterbutter und eine Backkartoffel. Zwischendurch rannte Susis Vater zum Auto, um den Parkschein zu erneuern, damit wir in Ruhe Essen konnten. Es war sehr lecker, trotzdem freuten wir uns mehr auf die kalten Getränke. Satt und zufrieden schlurften wir zurück zum Auto. Den frisch erworbene Stadtplan durchsuchten wir nach dem Tierpark Hagenbeck. Mit Susi als Beifahrerin hatte ich keine Probleme das Ziel zu finden. Wir sind da an sich ein gutes Team... sie schaut auf die Karte und ich habe meistens die Ruhe weg. Jedenfalls fanden wir dann auch nach der relativ einfachen Strecke (fast nur gerade aus) schnell das Parkaus direkt gegenüber des Tierparks. 2,50 Euro für eine Tageskarte finde ich für das Parkaus wirklich gut. Der Eintritt kostete pro Person 15,- Euro. Es wäre teurer geworden, wenn das Aquarium bereits geöffnet hätte. Susi flitze als erstes zur Infotafel, an der es kostenlose Übersichtskarten in verschiedenen Sprachen gab. Schon wurde strategisch unsere Marschroute festgelegt. Direkt hinter dem Eingang ist das Elefantenhaus. Dort gab es auch wirklich was zu sehen. Nachwuchs bei den Dickhäutern. Was uns sehr schnell aufgefallen ist war die Tatsache, dass viele Kleintiere frei durch den Park laufen, hüpfen oder faul auf der Wiese Siesta machen können. Es gibt dort eine ältere Dame die dort die Pampas Hasen fütterte und anscheinend zum Inventar des Tierparks gehört. Sie erzählt jedem, der eines der freilaufenden Tierchen betrachtet, worum es sich handelt, in welcher Phase sich die Tiere befinden und auch sonstiges an geschichtlichen Daten. Das Wetter hatte es leider zu gut gemeint, deshalb sahen wir auch leider nicht alle Tiere. Sie taten wohl das einzig Richtige bei den Temperaturen, sie legten sich zum ausruhen in den Schatten. Da ich euch jetzt nicht alle Tiere einzeln auflisten möchte die wir uns angesehen haben, gibt es in unserer Galerie die von mir gemachten Fotos zu sehen. Wir gönnten uns zweimal eine Pause. Einmal um uns eine kühle Cola zu besorgen und das zweite Mal für die obligatorische Kaffeepause. Mir war etwas warm am Kopf, also entschloss ich mich statt Kaffee zu einem frischen Eis. Irgendwann rückte die Schließzeit immer näher. Das bemerkte man daran, dass eine Zoomitarbeiterin mit einer riesigen Glocke durch die Gegend lief, um die Besucher daran zu erinnern, den Park bald zu verlassen. Langsam aber sicher war ich auch froh das es Richtung Auto und somit auch wieder zurück nach Magdeburg ging. Ich erklärte mich bereit uns aus Hamburg heraus zu bringen und den ersten Teil der Autobahn zu absolvieren. Wir waren alle irgendwie geschafft. Aus Hamburg kamen wir realtiv schnell heraus.Die Autobahn war auch frei und ich konnte die 160 Km/h wieder halten. Nach ca. einer Stunde Fahrt, wurde wieder eine Pause verlangt. Eine Blase drückte und unsere 2. Kaffeereserve, eine Thermoflasche wurde auch fällig. Wir waren gerade auf dem Parkplatz angekommen und ausgestiegen, da sahen wir wie sich der Verkehrsfluss auf unserer Seite verlangsamte, bis er völlig zu erliegen kam. Zwar auf einem Rastplatz, aber trotzdem hatten wir unseren Stau #3. Die Pause dehnten wir etwas aus, um eventuell die Auflösung der Verkehrsbehinderung zu erleben. Leider hatten wir nicht das Glück. Da ich von allen am längsten gefahren war, gab ich den Schlüssel an Susi vater, da ich langsam müde wurde und meine Konzentration bei der Hitze auch nicht mehr die beste wahr. So ging es direkt wieder in eine Stunde Stau und wir waren noch nicht einmal in Hannover. Irgendwann hatten wir auch den Stau hinter uns gelassen und konnten wieder halbwegs frei durchfahren. Bei Braunschweig hielten wir wieder an einem Rastplatz. Seit dem Mittag hatten wir nichts mehr gegessen und es war ja schon mittlerweile nach 21 Uhr. Völlig körperfeindlich ernährte ich mich von einer Currywurst mit Pommes. Ich rief meine Eltern an, damit sie wußten das wir auf Grund der insgesamt 4 Stunden Stau doch später kommen würden. Wie immer an dem Tag, freute ich mich mehr über das kalte Getränk. Durch das heiße Wetter sehnte ich mich schon seit beginn des Tages nach einer Dusche und je später es wurde, desto stärker wurde der Wunsch. Auf den letzten Kilometern fing es an mit Regnen, allerdings nicht so lange wie man sich es erhofft hätte. Die schwache Hoffnung auf Abkühlung wurde nicht wirklich erfüllt. Als wir endlich zu Hause wieder ankamen, war es schon kurz nach halb elf. Der Hund freute sich uns wiederzusehen und meine Eltern ebenfalls. Endlich zu Hause folgte ich meinem inneren Drang. Ich stand wirklich seeehr lange unter der Dusche und genoss das kalte Wasser. Nach einem kühlen Alsterbier fiel ich todmüde ins Bett... nicht nur ich...
Links: http://www.hagenbeck-tierpark.de Artikel zitieren
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Irgendwie hatten wir uns das ganz anders vorgestellt, als es letzten Endes kam. Aber beginnen wir von vorn.

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